Say it - Diskriminierungserfahrungen an der MHH

Liebe Kommiliton_innen, liebe Mitarbeiter_innen der MHH, liebe Auszubildende!
Liebe alle Menschen, die ihren Alltag an der MHH verbringen!

„Überlegen Sie sich als Frauen gut, ob Sie in der Chirurgie arbeiten wollen!“, „Gerade für Sie Männer ist der Kommunikationskurs wichtig, Empathie kann man auch lernen, wenn man männlich ist“, „Gehen Sie schon mal Blut abnehmen, dann hat der_die Patient_in was Schönes zum Anschauen.“

Ihr könnt über Pauschalisierungen, lustig gemeinte Ratschläge oder vermeintliche Komplimente schon lange nicht mehr lachen? Fühlt euch am Arbeitsplatz, in Praktika, Vorlesungen und Seminaren auf euer Geschlecht oder Äußeres reduziert, zum Beispiel wenn es um Themen wie Einfühlungsvermögen, Eignung für bestimmte Fachrichtungen oder handwerkliche Geschicklichkeit geht? Anzügliche Kommentare fallen euch schon gar nicht mehr auf, weil sie so alltäglich sind?

Sprüche wie die oben genannten beruhen auf einem stereotypen Bild von Geschlechterrollen und schreiben Individuen unter Kategorien wie Geschlecht oder Herkunft bestimmte Eigenschaften oder Aufgaben zu. Wir finden das überholt und wollen mit dieser Seite dafür sensibilisieren: Dies ist ein online Briefkasten für sexistische und generell Diskriminierungserfahrungen an der MHH.

Denn Sexistische Diskriminierung ist leider auch bei uns Alltag im Hörsaal, auf Station und in Besprechungsräumen. Lasst uns offener über Bemerkungen und Situationen sprechen, in denen wir uns unwohl fühlen, von denen wir genervt sind oder in denen wir sogar angegriffen werden.

Wir laden euch ein, hier anonym von euren Erfahrungen zu berichten. Entstehen soll eine Plattform für jede_n, der mit der MHH in Verbindung steht – explizit nicht nur für Studierende. Jede Art von Zuschrift ist willkommen, egal ob Zitat, Situationsbeschreibung oder Kommentar.

Wir möchten möglichst viele eurer Berichte anonym sammeln, uns austauschen und vernetzen. Um für jede Art der Diskriminierung zu sensibilisieren, wollen wir eure Zuschriften dann gerne anonymisiert veröffentlichen und für weitere Aktionen verwenden. Zum Beispiel planen wir gerade für das nächste Tertial einen praktischen Workshop über Strategien im Umgang mit Sexismus.

Solltet ihr uns lieber offline über eure Erfahrung berichten wollen, könnt ihr uns diese gerne in einem Brief mit der Aufschrift „KritMed – AG Diskriminierung“ über den Asta-Briefkasten zukommen lassen.

Wenn ihr nicht möchtet, dass euer Kommentar anonymisiert veröffentlicht oder weiterverwendet wird, schreibt uns das gerne dazu.

Hier könnt ihr die Zusendungen lesen: www.mh-hannover.de/sayit.html

DANKE im Voraus für euer Vertrauen und eure Mitarbeit.

Wir freuen uns auf eure Zuschriften – Gemeinsam können wir etwas verändern.

Eure Kritischen Mediziner_innen Hannover
krit-med@mhh-asta.de

P.S.: Orientiert haben wir uns an einem ähnlichen Projekt an der medizinischen Fakultät Berlin, hier könnt ihr lesen, was da schon gesammelt wurde: msfcberlin.com/diagnose-sexismus/zusendungen/

1.

* Die Anonymität kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Umfrageteilnehmer_innen selbst keine Angaben machen, die auf ihre Identität hinweisen. In dem Fall, dass die Teilnehmer_innen identifizierende Informationen abgeben, stehen ihnen die Betroffenrechte nach DSGVO zu.

2. Dürfen wir deinen Beitrag anonymisiert veröffentlichen und weiterverwenden?